Die passenden Bongos auswählen

Auf dem Musikinstrumente-Markt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Bongos von vielen bekannten Percussion-Herstellern, wie LP, Meinl, Pearl, Remo, Sonor, Toca und Tycoon. Damit der Kauf des Instrumentes nicht mit einer Enttäuschung endet, sind verschiedene Kriterien zu beachten. In unserem Ratgeber „Die passenden Bongos auswählen“ erfahren Sie, worauf Sie achten müssen:
– Budget
– Vorkenntnisse
– Material
– Größe, Durchmesser und Gewicht
– Klang
– Optik
– Einsatzort

Budget

Die Preisspanne liegt bei Bongos zwischen rund 20,00 Euro bis zu 500,00 Euro und mehr. Für Einsteiger und Kinder ist es ratsam, mit Bongo-Trommeln im unteren Preissegment zu beginnen. Wenn das Trommeln nachhaltig Freude bereitet, können Sie später auf ein hochwertigeres Instrument umsteigen. Um Spaß und Spielfreude zu gewährleisten, sollten Qualität, Größe, Klang und Optik stimmen.

Vorkenntnisse

Sind die Bongos für einen Einsteiger oder Fortgeschrittenen gedacht? Kinder und erwachsene Anfänger können erst durch die eigene Spielpraxis herausfinden, ob ihnen das Instrument Spaß bereitet und die Auswahl der Trommelart geeignet ist. Für Einsteiger und Kinder empfehlen wir zunächst mit einem preiswerteren Modell zu beginnen.

Kinder:
Preiswerte Bongos für Kinder gibt es aus Holz oder Kunststoff, bespannt mit Kunststoff-Fellen, beispielsweise „Bongos Nino“ (hier kaufen*) oder „Voggenreiter Voggy’s Bongos“ in bunten Farben.

Erwachsene Einsteiger:
Bereits um die 50,00 Euro gibt es gute Einsteiger-Modelle, beispielsweise die „Bounce Performer Vintage Sunburst“ mit Kesseln in Fassbauweise aus Lindenholz und mit Naturfell bespannt (hier kaufen*).

Fortgeschrittene:
Im mittleren Preissegment zwischen 100,00 und 300,00 Euro sind folgende Modelle mit Naturfell beliebt: „Latin Percussion Aspire LPA601-SW Jamjuree“ aus siamesischer Walnuss, „Meinl Headliner HTB100WB-M“ aus Gummibaumholz (hier kaufen*) und „Latin Percussion Matador M201-AW“ aus Eichenholz.

Anspruchsvolle Bongoceros:
Hochwertige, teurere Bongos aus edlen Materialien sind für fortgeschrittene Bongoceros geeignet. Die Special Edition der „Gon Bops Alex Acuna“ beispielsweise hat Kessel aus nordameriaknischem Eschenholz und eine Bespannung mit „Black Remo Skyndeep“.

Bauweise und Material

Bei den Bongo-Trommel gibt es zwei übliche Bauweisen: Fassbau- und Röhrentrommeln. Grundsätzlich zu unterscheiden sind Naturmaterialien und künstliche Baustoffe:
– Holz
– Kunststoff
– Fiberglas

Holzbongos sind meistens aus Kautschuk, Gummibaum, Mahagoni oder Eiche gefertigt. Kunststoff- und Fiberglaskessel klingen lauter und kühler, sind aber unempfindlicher und stabiler. Wood-Bongos sind im Klang wärmer und authentischer. Bei den Naturfellen sind Rohleder vom Büffel, Rind und Ziege am häufigsten. Achten Sie auf eine hohe Qualität der Felle die gute Stimmbarkeit. Bongo-Felle sollen möglichst glatt sein. Raue und spröde Oberflächen erzeugen ein unangenehmes Fingergefühl und führen zu Klangverlusten. Die beiden Kessel sollten fest durch einen robusten Mittelblock verbunden sein. Ob die Spannringe ein eckiges oder abgerundetes Profil haben, hat kaum Auswirkungen auf Sound und Stimmverhalten. Abgerundete Rims bieten aber mehr Spielkomfort.

Auch ethische Fragen spielen eine Rolle bei der Kaufentscheidung. Vegetarier und Veganer werden synthetische Felle bevorzugen. Bongoceros, die für den Schutz von Umwelt und seltenen Arten sind, sollten recherchieren, ob die Materialien ihrer Bongos ihren Ansprüchen genügen.

Größe, Durchmesser und Gewicht

Die richtige Größe und der richtige Durchmesser der Bongos richtet sich nach der Größe der Hände des Spielers. Bongos gibt es mit einem Durchmesser von 15,24 + 12,70 bis 18,42 + 22,86 Zentimetern. Beim Gewicht reicht die Spanne von 500 bis 6.000 Gramm. Wer mit seinem Instrument viel unterwegs ist, sollte bedenken, dass sich die Bongo-Trommeln gut transportieren lassen.

Klang

Grundsätzlich unterscheiden sich Bongo-Trommeln aus Holz oder Kunststoff im Klang nur wenig. Holz-Bongos haben den authentischeren und wärmeren Klang. Kunststoff-Bongos klingen dagegen lauter und kühler. Die Art der Spannringe hat nur geringe Auswirkungen auf Sound und Stimmverhalten. Wesentliche Klangunterschiede gibt es bei den Fellen.

Naturfelle
Natürliche Felle haben einen wärmeren und farbigeren Klang. Leider sind sie anfälliger für Hitze und Feuchtigkeit. Naturfelle bedürfen einer aufwändigeren Pflege und können bei hoher Beanspruchung reißen.

Synthetikfelle
Synthetische Felle sind robuster und witterungsbeständiger als Naturfelle. Gegenüber Wasser und Schweiß sind sie sehr resistent und für häufiges Spielen geeignet. Besonders für Livemusiker sind Trommeln mit Synthetikfellen interessant. Sie bieten ein sehr solides Klangbild und sind präzise stimmbar. Zudem lassen sich Synthetikfelle in der Herstellung exakter verarbeiten.

Optik

Die Frage der Optik ist sehr individuell. Grundsätzlich gilt: Das Aussehen der Bongo-Trommeln muss dem Bongocero gefallen. Nur so sind Spielfreude und Ausdauer beim Üben möglich.

Einsatzort

Bei Studioaufnahmen und in Innenräumen werden Bongos mit Naturfell wegen ihres warmen Sounds bevorzugt. Wer häufig im Freien spielt, sollte auf Kunststoff-Trommeln setzen, da diese robuster und resistenter gegen Feuchtigkeit und Witterungseinflüsse sind.